Auf Basis einer umfassenden Analyse der derzeitigen Standortes sollen die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Airportes analysiert, quantifziert und bewertet werden. Experten der TU Wien erstellen dabei den Flughafen Wien als das bisher größte virtuelle Simulationsmodell in Österreich.


Auf Basis einer umfassenden Analyse des derzeitigen Standortes, sollen die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Airportes analysiert, quantifziert und bewertet werden. Experten erstellen dabei den Flughafen Wien als das bisher größte virtuelle Simulationsmodell in Österreich und verknüpfen und analysieren alle Daten des Gebäudemanagements. Ziel ist, mit den gewonnenen Erkenntnissen zukünftige Projekte wie die Terminalerweiterung und den Bürokomplex “Office Park 4” nach energieeffizienten Maßstäben zu planen und die rund 100 bestehenden Gebäude zu optimieren.

Das Simulationsmodell schafft Grundlagen für strategische Entscheidungen. In einer komplexen Simulation wird im Forschungsprojekt der gesamte Flughafen Wien in eine virtuelle Modellstadt verwandelt, in der Informationen von Planern, Nutzern und Bauherrn mit Messdaten und den Erfahrungen aus dem Betrieb bestehender Gebäude verknüpft werden. Neu ist die gewaltige Dimension der virtuellen Stadt. Der Flughafen Wien umfasst rund 100 Objekte in denen 20.000 Menschen in Hotels, Büros, Shops, Terminals, Logistikunternehmen und vielen anderen Bereichen arbeiten. Der Stromverbrauch des Standorts ist mit jenem von Klagenfurt vergleichbar. Langfristig soll das Simulationsmodell Erkenntnisse über die Auswirkungen unterschiedlicher Varianten der Standortentwicklung liefern.

Dauer
ab 01/2017

Partner
TU Wien

Ziele
Das Simulationsmodell der TU Wien erlaubt das Erkennen von Zusammenhängen, die bei konventioneller Planung und Projektentwicklung oft unentdeckt bleiben oder übersehen werden. Ein Beispiel ist etwa die Dimensionierung und Wartung von Energie- oder IT-Netzwerken: Die Investition in den Austausch der Beleuchtungsanlage eines Parkhauses kann sich etwa durch das Freiwerden von elektrischer Leistung und einer damit verbundenen Einsparung beim Ausbau des Stromnetzes für die Energieversorgung von Neubauten rechnen. Oder ein relativ teurer Fenstertausch kann sinnvoll sein, wenn dadurch der Betrieb einer Kältezentrale wegfällt. Laufen dagegen Netzwerkplanung, Gebäudesanierung und die Errichtung von Neubauten unabhängig voneinander, können Synergien nicht optimal genutzt und Einsparungspotentiale nicht zur Gänze ausgeschöpft werden.

Weitere Informationen

Contact: Sabine Wolny, Manuel Wimmer

Virtuelle Flughafenstadt – Flughafen Wien